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Die U4 wurde ursprünglich als U9 geplant und verkehrt als einzige Linie in der Regel nur mit Vollzügen (4-Wagen-Züge). Ausnahmen bilden z.B. die Freitag Nachmittage und die Zeit des Oktoberfests, dann auch Langzüge (6-Wagen-Züge). Seit dem Fahrplan im Dezember 2006 verkehrt sie in den Ferien in der Hauptverkehrszeit auch mit Langzügen, dann allerdings nur im 10-Minuten-Takt. Sie verkehrt seit dem 27. Oktober 1988.
Die U4 ist mit 9,260 km und nur 13 Bahnhöfen zwischen Westendstraße und Arabellapark die kürzeste Münchner U-Bahnlinie.

Westendstraße - Hauptbahnhof

Im Westen (betrieblich gesehen im Norden, obwohl das "Südende" der U4 als einzige Münchner Linie nördlicher liegt als das betriebliche "Nordende") beginnt die U4 an der Westendstraße, wo ebenfalls die U5 verkehrt.
Anfangs verkehrte die U4 ebenfalls bis zum Laimer Platz, wurde dann aber 1999 wegen mangelnder Auslastung und erhöhtem Zugbedarf auf der U2-Ost aufgrund der Eröffnung zur Messe um zwei Stationen zurückgenommen. U4 und U5 haben als einziges Linienpaar nur an einem Ende eine Aufgabelung der gemeinsamen Stammstrecke in zwei Strecken. Eine Aufgabelung ist zwar im Verkehrsentwicklungsplan vorgesehen, in den nächsten Jahrzehnten jedoch eher unwahrscheinlich.

Einfahrender A-Wagen im U-Bahnhof WestendstraßeWestendstraße Heimeranplatz noch mit alten ZugzielanzeigernHeimeranplatz SchwanthalerhöheSchwanthalerhöhe Einfahrender B-Wagen an der TheresienwieseTheresienwiese

Am Heimeranplatz besteht Anschluss zu den S-Bahnlinien S7, S20 und S27. Der folgende Bahnhof Schwanthalerhöhe hieß bis 1998 (Umzug der Münchner Messe nach Riem) "Messegelände". Kurz nach dem Bahnhof zweigt die einzige Betriebsstrecke der Münchner U-Bahn in die dreigleisige Betriebsanlage Theresienwiese ab.
Beim Bau der U4/U5 bestand außer über dieses Betriebsgleis und die dortige Abstellanlage keine Verbindung zum Restnetz der U-Bahn, vor allem nicht zur technischen Basis in Fröttmaning. Heute besteht am Innsbrucker Ring eine weitere Verbindung zum Restnetz.

Der Bahnhof Theresienwiese ist als einer von zwei U-Bahnhöfe in München mit einer Aufsichtskanzel ausgestattet, um die Fahrgastmengen während des Oktoberfestes bewältigen zu können; bis zum Umbau des Bahnhofs Fröttmaning war dies einzigartig im Münchner U-Bahnnetz. Der südliche Ausgang des Bahnhofs endet auch direkt auf der Festwiese.
Während der "Wiesn" wird hier auch grundsätzlich vom örtlichen Aufsichtspersonal und nicht vom Fahrer abgefertigt, wie es ansonsten der Fall ist. In der Hauptverkehrszeit beginnt jeder zweite Zug der U4 erst an der Theresienwiese, da im westlichen Abschnitt die Fahrgastzahlen keine derartige Bedienung rechtfertigen.

Hauptbahnhof - Max-Weber-Platz

Am Hauptbahnhof besteht Anschluss zu allen S-Bahnlinien und zur Stammstrecke der U1 und U2, die dort überquert wird. Nach Unterqueren der S-Bahn-Stammstrecke wird der Bahnhof Karlsplatz (Stachus) erreicht, bei dem erneut Anschluss zur S-Bahn besteht. Der U-Bahnhof hier ist der tiefste im Münchner U-Bahnnetz, die Fahrtreppe am Ausgang Lenbachplatz ist mit 247 Stufen, 56,5 Metern Länge und 20,63 Metern Förderhöhe die längste in München. Im weiteren Verlauf zum Odeonsplatz, wo Anschluss zur U3 und U6 besteht, wird mit etwa 36 Metern auch die tiefste Stelle des gesamten Netzes erreicht. Am Odeonsplatz befindet sich mit 52,8 Metern Länge die zweitlängste Fahrtreppe Münchens.

HauptbahnhofHauptbahnhof Karlsplatz (Stachus)Karlsplatz (Stachus) LehelLehel Max-Weber-PlatzMax-Weber-Platz

Wie der Odeonsplatz ist auch der folgende Bahnhof Lehel ein bergmännisch aufgefahrener Bahnhof mit zwei Einzelröhren, die durch Querschläge verbunden sind. Die Strecke unterquert nun die Isar, um im dreigleisigen Verzweigungsbahnhof Max-Weber-Platz am Bayerischen Landtag die gemeinsame U4-/U5-Stammstrecke wieder zu verlassen. Einer der Ausgänge des U-Bahnhofs am Max-Weber-Platz ist in einem unter Denkmalschutz stehenden Trambahnpavillion untergebracht, das im Rahmen des U-Bahnbaus den Verkehrsträger gewechselt hat.

Max-Weber-Platz - Arabellapark

Über den wie Marienplatz durch Alexander Freiherr von Branca entworfenen Bahnhof Prinzregentenplatz und dem in seiner grünen Gestaltung an seinen Namensgeber erinnernden Bahnhof Böhmerwaldplatz erreicht die U4 den Bahnhof Richard-Strauss-Straße, der bedingt durch die Lage als einziger auf dieser Strecke mit Seitenbahnsteigen ausgestattet ist. Am Böhmerwaldplatz wird auch direkt ein Straßentunnel des Mittleren Rings unterquert, der wie auch die U-Bahn unter der Richard-Strauss-Straße liegt. Am Bahnhof Arabellapark endet die U4, die Abstellanlage führt jedoch noch 600 Meter fast bis zum ursprünglich geplanten Bahnhof Cosimapark weiter.

PrinzregentenplatzPrinzregentenplatz Böhmerwaldplatz Gleis 1Böhmerwaldplatz Richard-Strauss-Straße Gleis 1Richard-Strauss-Straße Sitzgruppe im U-Bahnhof ArabellaparkArabellapark

Abends ab etwa 20 Uhr verkehrt die U4 nur zwischen Odeonsplatz und .

Eine Weiterführung der U4 über Cosimapark und Fideliopark Richtung Englschalking ist im 3. Mittelfristprogramm für den U-Bahn-Bau der Landeshauptstadt München zwar enthalten, aufgrund der ohnehin schon relativ geringen Auslastung der U4 jedoch mittelfristig nicht zu erwarten. Eine alternative Tramanbindung des Gebietes bis zur Trasse der S8 oder der Verzicht auf einen Unterwegshalt sind im Gespräch.
Auch die ursprünglich angedachte Verlängerung im Westen in Richtung Blumenau hat kaum mehr Chancen auf Verwirklichung, da die Bevölkerungsdichte dort einen U-Bahn-Bau nicht rechtfertigt.