» Baustellenreport

Nicht nur beim Bau eines U-Bahnsystems sind Bauarbeiten nötig - häufig unbemerkt von den Fahrgästen sind auch im laufenden Betrieb eine Vielzahl von Arbeiten nötig, für die fast jeden Tag häufig gleich mehrere Bauzüge ausrücken und teils im Spätverkehr, vor allem aber während der nächtlichen Betriebsruhe nötige Wartungsarbeiten durchführen. Manche Arbeiten sind aber so umfassend, dass eine Einschränkung des Betriebes unvermeidlich wird.

Übersicht über laufende und geplante größere Bauvorhaben

Ausführungs-
zeitraum
Ort Betriebseinschränkungen
Neubauten
Neubau einer U-Bahnstrecke mit zwei Bahnhöfen
bis vsl. Ende 2010 Olympia-Einkaufszentrum - Moosach keine bekannt
Nachrüstungen und Sanierungen
August bis September 2010 Fraunhoferstraße Die Fahrtreppen werden erneuert, darum hält die U-Bahn im Zeitraum 2. August bis 13. September für drei Wochen nicht an der Fraunhoferstraße. Bitte fahren Sie mit der Tram 27 zur Fraunhoferstraße.
18. Juni bis 18. Juli 2010 Kieferngarten, Fröttmaning Wegen Erneuerung einer Gleiskreuzung und mehrerer Weichen ist nur ein Bahnsteig verfügbar. Es kann zu zeitweisen Behinderungen sowie Kürzungen im Zuglauf kommen.
Juni bis Juli 2010 Westfriedhof Wegen Arbeiten an den Betonsockeln sind die Abgänge am Westfriedhof bis Juli zeitweise einzeln gesperrt.
Juni bis November 2010 Ostbahnhof Am Ostbahnhof werden Fahrtreppen erneuert, von Ende Juni bis November ist der südliche U-Bahn- Aufgang eingeschränkt benutzbar.
August bis September 2010 Therese-Giehse-Allee Südzugang im August und September gesperrt.
April 2010 bis Mai 2013 Westpark Sperrung der Aufgänge westlich des mittleren Rings wegen Bauarbeiten zum Straßentunnel in der Garmischer Straße
 
Abbruch und Neubau der Autobahnbrücke "Tatzelwurm", die die U6 überquert
Baubeginn 2007,
Dauer ca. 3 Jahre
Studentenstadt - Freimann Einhausung zum Schutz der U-Bahnstrecke durch Bau der darüberliegenden Autobahnbrücke. Zeitweise Betriebseinschränkungen bei der U-Bahn.

Neubauten

Streckentunnelbeginn vor dem Schildvortrieb in Moosach Neubauten sind momentan sicherlich der größte Posten bei den mit der U-Bahn in Verbindung stehenden Arbeiten. Bis zum heutigen Tag wurde das Netz kontinuierlich ausgebaut, mit Fertigstellung des momentan in Rohbau befindlichen Abschnittes der U3 vom Olympia-Einkaufszentrum nach Moosach wird der Ausbau vorerst enden. Einige Neubaustrecken sind momentan noch in Untersuchung, die Realisierung ist allerdings ungewiss.

Nachrüstungen

München hat ein vergleichsweise junges U-Bahnsystem, das daher nach recht neuen Standards erbaut wurde. Dennoch haben sich die Bedürfnisse in der Zwischenzeit geändert. So waren 32 Bahnhöfe auf der U3/6 und der damaligen U8 von Scheidplatz bis Neuperlach Zentrum nicht von Anfang an mit Aufzügen ausgerüstet. In der Zwischenzeit wurden alle 32 davon nachgerüstet, als letzte Station erhielt Freimann einen barrierefreien Zugang mit Aufzügen.

Bahnsteigerweiterung Marienplatz Auch veränderte Verkehrsbedürfnisse erforderten Anpassungen. Als Beispiel in jüngerer Zeit kann die Bahnsteigerweiterung Marienplatz oder der Ausbau des Bahnhofs Fröttmaning genannt werden.
Sollte die zweite S-Bahn-Stammstrecke gebaut werden, werden dort auch weitere Anpassungen nötig werden.

Wartung

Jeden Tag stehen im U-Bahnnetz eine Vielzahl Arbeiten für laufenden Unterhalt und Erneuerung und Anpassung der Anlagen an den aktuellen Stand der Technik und veränderte Bedürfnisse an. So müssen die Schienen instand gehalten oder getauscht werden, die elektrischen Anlagen und die Sicherungstechnik gewartet oder auch nur das Gleis am Bahnsteig von Verschmutzungen gereinigt werden. Ebenso müssen Transportfahrten wie die Lieferung von neuen Rolltreppen durchgeführt werden.

Schienenschleifzug der Firma Speno bei der Arbeit Viele dieser Arbeiten erfordern Sperrungen von Gleisen, die Abschaltung des Fahrstroms in kleineren oder größeren Bereichen oder andere Einschränkungen, und werden deswegen in den Tagesrandlagen mit 20-Minuten-Takt oder während der Betriebsruhe durchgeführt. Nur sehr wenige dieser Arbeiten erfordern eine längere Sperrzeit, die der Fahrgast dann in Form eines Baustellenfahrplans und Taktverschlechterungen zu spüren bekommt.