» U-Bahnhof Sendlinger Tor (U3, U6)
Der Bahnhof Sendlinger Tor der Linien U3 und U6 wurde wie die meisten Bahnhöfe der 1971 eröffneten Strecke der U6 vom Architekten Paolo Nestler gestaltet. Auch am Sendlinger Tor griff er auf die bewährten Stilmittel zurück: mit Keramikplatten verkleidete Säulen sowie Faserzementplatten an den Wänden. Er befindet sich als Turmbahnhof über den Bahnsteigen der U1 und U2 und ist nach dem an der Oberfläche angrenzenden Stadttor der zweiten Münchner Stadtmauer benannt.
Der Bahnhof ist einer der wenigen U-Bahnhöfe in München mit zwei Säulenreihen. Dazwischen befindet sich am nördlichen Ende ein Aufzug ins Sperrengeschoss, hier ist der Bahnsteig am schmalsten. Danach weitet er sich im weiteren Verlauf auf und ist in der Mitte über Fest- und Fahrtreppen mit dem Sperrengeschoss sowie den darunterliegenden Bahnsteigen der U1 und U2 verbunden. Am südlichen Ende befindet sich nochmals ein Aufgang zum Sperrengeschoss.
Die Kennfarbe des in einer Kurve liegenden Bahnhofs ist hellblau, was Paolo Nestler wie an den anderen von ihm entworfenen Bahnhöfen an den Säulen kenntlich macht. Die Hintergleiswände sind mit gelbbraunen Platten verkleidet.
Der südlich an den Bahnhof angrenzende Tunnel Richtung Goetheplatz ist ab dem Ende der Wendeanlage deutlich älter als alle anderen Teile des U-Bahnnetzes: er wurde 1938-41 als Teil einer geplanten Nord-Süd-S-Bahn der Reichsbahn gebaut, die in etwa so wie die heutige U6 verlaufen wäre. Mehr dazu siehe Goetheplatz.
Der Bahnhof selbst wurde teilweise unter einer Traglufthalle errichtet, um auch im Winter Betonierarbeiten ohne Witterungseinflüsse durchführen zu können. Als letzter Bahnhof der 1971 eröffneten Strecke der U6 fand bei ihm das Richtfest erst im März 1971 statt, 7 Monate vor Eröffnung.
Betrieblich wird der Bahnhof zur Unterscheidung mit dem gleichnamigen Bahnhof der Linien U1 und U2 als "Sendlinger Tor (oben)" bezeichnet.
Weitere Bilder
Sonstige Bilder vom Bahnhof Sendlinger Tor bei Flickr
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